Rossini: «Petite Messe Solennelle»

veröffentlicht am 16. November 2011

Mit der „Messe Solennelle“ von Giachino Rossini führt die Thomaskantorei Hausbruch ein bedeutendes Werk der italienischen Kirchenmusik auf.
Unter der Leitung von Dagmar Witt singen und spielen:
Franka Kraneis – Sopran, Maria Koler – Alt, Jan Kehrberger –Tenor, Kai-Uwe Fahnert – Bass, Matthias Stötzel – Klavier, Sabine Mennerich – Harmonium und die Thomaskantorei

am 19. November 2011, 17.00 Uhr, Thomaskirche Hausbruch, Lange Striepen 3a, 21147 Hamburg.
Karten für 12€ (Schüler und Studenten 10€) an der Abendkasse.

Seit seiner Oper Wilhelm Tell von 1839, komponiert im Alter von 37 Jahren, hatte Rossini außer dem Stabat Mater nur noch eine Vielzahl kleinerer Stücke geschrieben, von ihm ironisch als „Sünden des Alters“ bezeichnet.
1863 entstand die Petite Messe Solennelle, die er die letzte Todsünde seines Alters nannte.
Nun ist diese Messe weder klein (petite) noch eine Altersünde. Das Werk dauert ungefähr 90 Minuten und entspricht einer Missa solemnis, also einer feierlichen Messe, die festlich und umfangreich die feststehende Liturgie der Heiligen Messe vertont.
Voll dramatischer Musik, voller Farben und Intensität wurde diese Messe nicht für eine Kirche geschrieben, sondern für ein ausgewähltes Publikum, zur Einweihung der Privatkapelle des Grafen Michel-Fréderic Pillet-Will und seiner Frau.
Dieses berührende Werk, mit dem Rossini hoffte ins Paradies aufgenommen zu werden, zeigt noch einmal die außerordentlichen Fähigkeiten dieses Komponisten: Ein verzweifeltes ‚Crucifixus’, wunderbare Soli, empfindsame Duette und zwei Beispiele der Form für die Rossini unzweifelhaft der unangefochtene Meister ist: zwei einfach überwältigende Fugen.
„Lieber Gott – nun ist diese arme kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder vielleicht vermaledeite Musik (sacrée musique), die ich gerade gemacht habe? Ich wurde für die Opera buffa geboren, Du weißt es gut. Nicht viel Können, ein wenig Herz, alles ist da. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“

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