Konzert für Oboe und Orgel

veröffentlicht am 29. Januar 2012

Zu einer Matinée am Sonntag laden Liliana Fernandes (Oboe) und Alexander Annegarn (Orgel) in die Cornelius-Kirche Fischbek ein.

Oboe und Orgel – eine eher selten gehörte Kombination, die ungewohnte und vielfältige Klangerlebnisse verspricht. Die beiden Musiker – beide studieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg – spannen einen weiten Bogen von 17. bis zum 20. Jahrhundert und stellen zwei  „musikalische Welten“ nebeneinander: Auf dem Programm stehen einerseits die Concerti grossi in B-Dur von Georg Friedrich Händel und d-Moll von Antonio Vivaldi in der Bearbeitung für Oboe und Orgel. Daneben erklingen zwei zeitgenössische Kompositionen. Dem „Hymnus“ von Siegfried Borris (1906-1987) liegt die Tonfolge e-g-a des  gregorianischen Te Deum zugrunde, das hier in immer neuen harmonischen Varianten zwischen den beiden Instrumenten hin- und herwandert. Zu dem dreiteiligen Stück „Nekyia“ von Norbert Schneider (* 1950) schreibt der Komponist selbst im Vorwort: „Nekyia ist ein der antiken Mythologie bzw. Philosophie entnommenes Prinzip der Welt: Jeder Berg beginnt mit einer Talsohle. Das Licht braucht zu seiner Existenz das Dunkle, der Himmel die Hölle. […] Die Komposition besteht demzufolge aus drei Teilen: Teil I drückt mit seiner vitalen Rhythmik Körperlichkeit und diesseitige Weltlichkeit aus. Teil II thematisiert die Begegnung mit dem Tod. Teil III bezieht sich auf einen Zustand der Abgeklärtheit, in den Leben und Tod gleichermaßen integriert sind.“

Das Konzert findet statt am Sonntag, 12. Februar um11.15 Uhr in der Cornelius-Kirche Fischbek, Dritte Meile 1, 21149 Hamburg. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende am Ausgang gebeten.