„hhej Dresden!“ – Süderelbe zu Gast auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag

veröffentlicht am 10. Juni 2011

von Catharina Köhnke

Am Himmelfahrtswochenende sind acht Menschen aus dem Süderelberaum, auch aus der EJS, mit der Evangelischen Jugend Hamburg (hhej = hhamburg evangelisch jung), zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Dresden gefahren.

Zusammen mit ca. 300 anderen Jugendlichen, Pastoren und Diakonen aus Hamburg haben wir uns fünf Tage lang mit der Losung „…da wird auch dein Herz sein (Matthäus 6, 21)“ auseinander gesetzt.

„Der Kirchentag ist für mich ein Zusammentreffen von Menschen, die aus ganz Deutschland, aber auch aus vielen anderen Ländern kommen“, so die 18-Jährige Auszubildende Christin, Teamerin in der EJS.

Unter den 120000 Menschen, die Vorträge und Diskussionen über die gesellschaftlichen Wandlungen in Deutschland, die Entwicklung Amerikas aus der Sicht Fritz Sterns oder die emotionale Beziehung Deutschlands zu Israel besuchten, befanden sich aber nicht nur Evangelen.

Franziska (22) Messdienerin Heilig Kreuz und Studentin erklärt: „Ich finde es sehr wichtig, dass wir Katholiken auch zum evangelischen Kirchentag gehen und umgekehrt, da wir Besucher uns auf dem letzten ökumenischen Kirchentag in München versprochen hatten, nun immer gemeinsam auf die Kirchentage zu gehen.“

– Ein Beispiel für das starke Zusammengehörigkeitsgefühl auf Kirchentagen, das sich auch in spontanen Gesängen in der S-Bahn oder einfach nur der freundschaftlichen Offenheit gegenüber eigentlich wildfremden Menschen zeigt. Wir „hambuger Jungs un deerns“ haben uns, wenn wir uns an den rot-weiß karierten Bändern, die wir alle trugen, erkannten, mit „Hummel Hummel – Mors Mors“ gegrüßt – und die „Geist-ist-geil-Pullis sind überall immer wieder aufgefallen.

An jeder Straßenecke fanden sich Posaunenchöre, einzelne Gitarristen oder ganze Bands.  Musikalische Höhepunkte waren vertreten durch Musiker wie Nina Hagen mit einem Gospelchor, Bodo Wartke oder den Wise Guys in einem vollbesetzten Rudi-Harbig-Stadion.

All diese Veranstaltungen liefen ohne große Zwischenfälle ab, nicht einmal haben wir in unserer großen Gruppe etwas von Ausschreitungen oder ähnlichem gehört.

Und besonders die sächsische Gastfreundschaft lernten wir Hamburger zu schätzen, geschlafen – wenn es dann dazu kam – wurde in einer Berufsschule in Freital, betreut wurden wir von einem ansässigen Organisationsteam.

Bettina von Thun aus St. Michaelis schildert: „Mir ist wichtig, dass Jugendliche erleben, dass Glaube nichts fürs stille Kämmerlein ist: Christen und Christinnen setzen sich selbst bewusst und engagiert mit all den Fragen auseinander, die für unser Leben auf dieser schönen Welt wichtig sind (…)“

Der Kirchentag in Dresden hat bei uns ca. 300 Hamburgern einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Im Abschlussgottesdienst sahen wir denn inmitten der geschätzten 120000 Menschen zu, wie mehrere Hamburger in Booten symbolisch elbaufwärts aufbrachen.

Der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag wird 2013 in Hamburg sein. Die EJS freut sich jetzt schon dort ihre Stadtteilarbeit präsentieren zu können.